Transkript
Was ist das?Stopp.Warum ist es wichtig, weiterzumachen, auch wenn einem ein Stoppschild im Weg steht?
Ja, ich persönlich … also Stoppschilder, im Straßenverkehr, bitte beachten, liebe Kinder!
Wenn die Ampel rot ist, ist sie rot.Aber wenn es um die Entwicklung von kreativen Ideen geht, dann darf man ruhig auch mal ein bisschen die Grenzen verschieben.
Also auch eins unserer Leitmotive ist „Push the Boundaries“.
Wir wollen auf jeden Fall Grenzen verschieben, wenn wir das Gefühl haben,dass die Grenzen der Ideenentwicklung im Weg stehen.
Für mich ganz persönlich war das immer... Weil das ist der Grund eigentlich, der mich zur Gründung meiner Agentur geführt hat oder unserer Agentur.
Ich habe die ja mit Claudia Fischer-Appelt zusammen gegründet, 2011 in Hamburg, weil ich einfach in den vorherigen Unternehmen, in denen ich gearbeitet habe, ganz oft an Stoppschilder geraten bin.
Mir wurde eben gesagt: „Du bist nicht Teil des kreativen Prozesses.
Du kannst keine Ideen zu irgendeiner Sache beisteuern.
Das ist dein Spielfeld Das ist das Spielfeld von anderen.
Da hast du irgendwie nichts zu suchen.“ Und ich glaube, es gibt ja so viele schöne Sätze,die einem von bestimmten Mentoren mit auf den Weg gegeben werden.
Einer der Lieblingssätze, die mein erster Chef mir mal gesagt hat, war „Don't ask for permission, ask for forgiveness.“ Und daran habe ich mich bis heute immer gerne erinnert und an vielen Stellen auch gehalten, weil ich glaube, man muss einfach auch mal machen, auch wenn man diesen Auftrag fürs Machen noch gar nicht so hat.
Aber dieses ja auch mal einen Schritt weiterzugehen, einen Schritt weiterzudenken, sich selber zu challengen, auch eine Aufgabe zu challengen,um zu einer besseren Lösung zu kommen.
Das ist wahnsinnig wichtig im kreativen Prozess, dass man ausbricht, aus dem, das Korsett löst oder was auch immer.
Und wie gesagt, für uns waren die Korsette in den Unternehmen, in denen wir, bevor wir Karl Anders gegründet haben, gearbeitet haben, die waren auf jeden Fall zu eng geschnürt, weshalb wir entschieden haben, dass Karl Anders ein Ökosystem ist und ein Organismus ist, der möglichst frei ist von Stoppschildern, der einfach ein Möglichkeitsraum ist, in dem sich alle mit Freiheit und Verantwortung gut entfalten können und wachsen können.
Und wenn es dort Grenzen gibt, Stoppschilder gibt, dann wird gemeinsam darüber gesprochen, ob und wie wir diese Grenzen ausdehnen können,ob wir sie irgendwie sprengen können.
Da gibt es irgendwie unterschiedliche Methoden und Techniken, wie wir das rausfinden, natürlich dann auch immer in der Vermittlung mit den Kunden, mit denen wir arbeiten.
Auch da sind Stoppschilder ja manchmal auch eine Gefahr vielleicht, deswegen sind sie ja auch rot und sollen von der Gefahr schützen, aber manchmal ist der Stoppschild selbst auch die Gefahr, weil es den Korridor zu eng macht und man aber irgendwie das Gefühl hat, dass man den Raum erweitern muss.
Selbst wenn man am Ende wieder in diesem Korridor landet, um eine Idee ins Ziel zu bringen, ist es, glaube ich, für den Prozess extrem wichtig, dass man ab und zu mal ausbrechen darf.
